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Weserfloß 2016

 

Die Flößerei ist

Last Update:

28.06.2017 00:45


Autor: Webmaster

 

 

 

 

  Berichte
 


Von Jupp Rapp - 13.06.2017

 Flößerei im Aufwind - 30. Deutscher Flößertag in Oberbayern

 

Vom 18. bis zum 21. Mai 2017 fand in der ehemaligen Kreisstadt Wolfratshausen an Isar und Loisach der 30. Deutsche Flößertag statt. Mehr als 150 Flößer aus allen Teilen Deutschlands nahmen teil. Die Weserflößer Reinhardshagen waren mit 12 Männern vertreten. Volker Zoerb, der stellvertretende Vorsitzende der DLRG Minden, mit der uns seit Jahren eine enge Zusammenarbeit verbindet, stieß zu uns und erlebte wie wir eine interessante Veranstaltung gekennzeichnet von Kameradschaft, Gastfreundschaft und der Faszination zur Flößerei.

 

Die Deutsche Flößerei-Vereinigung e. V.

Veranstalter des Treffens war die Deutsche Flößerei-Vereinigung e. V. Diese Organisation wurde 1992 in Höxter gegründet. Dieser Termin hat auch etwas mit Reinhardshagen zu tun, denn vorher im Frühjahr 1992 fand die Floßfahrt von Veckerhagen nach Bad Oeynhausen statt. Anlass war die Einweihung des Flößerdenkmals an der Werremündung in dieser Stadt. Einige Bürger aus Reinhardshagen erinnern sich noch lebhaft an diese Veranstaltung, bei der das Floß beim Hotel Peter mit den Sagenfiguren der Region, Jagdhornbläsern des Forstamtes und viel Prominenz auf die Reise geschickt wurde.

Der Kulturbund Bad Oeynhausen hatte das Projekt in Angriff genommen und dabei das Forstamt Reinhardshagen um Unterstützung gebeten. Das klappte reibungslos. Das Holz kam aus dem Reinhardswald.

 

Anschließend kam es dann zur Vereinsgründung, bei der Hans-Walter Keweloh aus Bremerhaven  zum Vorsitzenden gewählt wurde. Das blieb er bis zum 20. Mai 2017 und hat in einem beispiellosen Einsatz mit ungeheurer Unterstützung durch seine Frau Nicola Borger-Keweloh die Geschichte der Flößerei gründlich aufgearbeitet, ihr in der Fortführung ihrer geschichtlichen Bedeutung wichtige Impulse gegeben, zahlreiche Aktivitäten angestoßen und koordiniert.

Mit ihm und seiner Frau verbindet uns hier an der Oberweser ein freundschaftliches Verhältnis, das für uns unheimlich wichtig ist.

Und er ist auch der Motor, mit dessen Kraft es gelang, die Flößerei in die Liste des immateriellen Kulturerbes zu befördern.

Und passend zur Veranstaltung brachte er eine Kiste druckfrischer Exemplare des gerade erschienenen Wörterbuchs der Flößerei mit, einer wahren Fundgrube für Floßinteressierte, für das er auch verantwortlich zeichnete.

 

Der Veranstaltungsort Wolfratshausen

Diese Stadt im südlichen Speckgürtel Münchens zeigte sich als idealer Gastgeber. Sie bezeichnet sich selbst in ihrer Imagewerbung als Flößerstadt und liegt damit goldrichtig. Überall trifft man auf Zeugnisse der Floßgeschichte. In zahlreichen Veröffentlichungen ist dieses Handwerk dort ausführlich beschrieben. Dabei wird auch auf den Aufbau Münchens verwiesen, der ohne Flößerei nicht möglich gewesen wäre. Und die Stadt organisierte und betreute die Tagung professionell. Das Tagungsbüro in der Loisachhalle war Anlaufstelle und Treffpunkt. Der Bürgermeister war stets zur Stelle und nahm auch an der Floßfahrt teil. Ralph Knöpfel überbrachte ihm die Grüße unseres Bürgermeister Fred Dettmar und besprach mit ihm die kommunalen Verhältnisse in unserer Gemeinde.

Überall erlebten wir eine aufmerksame Hotellerie und Gastronomie. Immer wieder kam die Frage, wie es uns gefalle und die Aufforderung, auf jeden Fall wieder zu kommen.

 

Und hier in Wolfratshausen ist die Flößerei auch ein Wirtschaftsfaktor. Schließlich betreiben drei Familienbetriebe von Mai bis in den September die Touristenflößerei nach München, etwa 500 Fahrten pro Jahr.

Die Flöße sind rund 20 Festmeter groß, werden am Startort zusammengebaut und am Ziel in München wieder blitzschnell abmontiert und auf die Holztransporter verladen. Nach einem Jahr wird das Holz verkauft und ersetzt.

 

Und mit diesen Floßfahrten wird Umsatz gemacht. Teilnahmegebühr, Speisen und Getränke und die Musikkapelle an Bord kosten Geld. Als Faktor für den Tourismus ist dieses Segment unverzichtbar. Auch wir mussten Vorurteile über Bord werfen. Diese Floßfahrten sind mehr als alkohohlgeschwängerte Events am Rande der Zumutbarkeit, wie man dieses Geschäft medial häufig beschreibt. Deshalb kann man sie mit ruhigem Gewissen empfehlen.

 

Unsere Floßfahrt

Auch wir nahmen an solchen Floßfahrten teil.

Morgens ging es an der Loisach in Wolfratshausen los. Die Flößer arbeiteten fieberhaft, um das Floß startklar zu machen, die Verpflegung aufzunehmen und die Aufbauten zu richten.

Dann ging es los. Weite Strecken der Fahrt verlaufen in Kanälen parallel zur Isar. Die Wasserstände auf den Alpenflüssen und die natürliche Gewässerentwicklung machen ein Flößen in historischer Form dort unmöglich. Auf diesen Kanälen geht es beschaulicher zu. Die Geschwindigkeit ist gering, gefährliche Stromschnellen gibt es dort nicht. Man gleitet durch eine Auwaldlandschaft begleitet von Radlern und Joggern.

Aber dann kommen die Floßrutschen. Die größte ist auch die größte Europas, überwindet einen Höhenunterschied von 18 Metern und ist 350 Meter lang. Hier wird es ernst. Die Spannung steigt. Es wird ein echtes Abenteuer. Wer in den ersten Reihen sitzt wird klatschnass. So erging es auch uns.

 

Nach einem Zwischenstopp in einem Biergarten erreichten wir den Landepunkt in Thalkirchen, eigentlich schon mitten in München. Ruck zuck war das Floß demontiert und fuhr zurück nach Wolfratshausen. Auf uns wartete der Reisebus für die Rückfahrt nach Wolfratshausen. Ein interessanter Tag ging zu Ende.

 

Das restliche Tagungsprogramm

Abends gab es in der Loisachhalle einen bayerischen Abend mit Musik und all dem, was man sich von so einem Abend erwarten kann. Das bekommen die Bayern problemlos hin.

 

Und an diesem Abend wurde auch Hans-Walter Keweloh verabschiedet, der angekündigt hatte, nach 25 Jahren den Vereinsvorsitz abzugeben. Bewegende Worte und die Übergabe von Geschenken sorgten für die entsprechende Stimmung. Solche Stunden erlebt man nur selten.

Am nächsten Tag musste bei der Mitgliederversammlung also ein neuer Vorstand gewählt werden. Dank der umsichtigen Vorbereitung war das kein Problem. Der neue erste Vorsitzende wurde der bisherige zweite, Martin Spreng aus Altensteig im Schwarzwald.

 

Und dann luden die Flößer aus Unterreichenbach an der Nagold im Nordschwarzwald zum nächsten Flößertag 2018 in ihrer Gemeinde ein. Und im Jahr danach geht es ins brandenburgische Finowfurt in die Schorfheide, wo eine interessante geschichtliche Floßproblematik auf uns Besucher wartet.

 

Aber keine Angst, auch die Weserflößer kamen zu Wort. Eckard Meyer beschrieb unsere Überlegungen, den Flößertag auch einmal an der Weser abzuhalten und bekam spontan starken Beifall aus der Versammlung.

 

Johanni-Prozession

Ein Ereignis der besonderen Art wurde die alle drei Jahre stattfindende Johanni Prozession der Flößer zu Ehren des heiligen Nepomuk, ihres Schutzpatrons.

 

Vor Einbruch der Dunkelheit fand eine Messe statt. Dann formierte sich ein Festzug, an der auch unsere Leute teilnahmen, am Loisachufer. Gleichzeitig starteten drei beleuchtete Flöße mit den Floßfamilien, der örtlichen Prominenz und in diesem Jahr auch mit Teilnehmern aus den Flößervereinen zum Festgelände, wo die Vertreter der Kirchen, Böllerschützen und eine 60köpfige Musikkapelle ein eindrucksvolles Programm absolvierten. Unsererseits geschätzt 20.000 Menschen standen an den Ufern und auf den zahlreichen Brücken, um diesem Ereignis beizuwohnen.

 

Eindrücke

Die Fahrt nach Bayern hat sich gelohnt und wurde zu einem Erlebnis.

Die Flößerei gewinnt an Interesse. Das bestätigt unsere örtlichen Erfahrungen an der Oberweser. Und wir aus Reinhardshagen und Oberweser haben uns in der Szene einen Namen gemacht. Man verfolgt unsere Aktivitäten und hat uns in den Kreis der deutschen Flößervereine aufgenommen. Das freut uns und bestärkt uns in unseren Aktivitäten. Die Berichterstattungen in den Medien sind aufgenommen worden, unsere Floßbroschüre fand große Beachtung.

 

An diesem Brett sollten wir weiter bohren. Mit der Oberweser und ihren Waldgebieten haben wir ein Pfund in die Waagschale zu werfen, mit der Floßgeschichte der Weser haben wir ein solides Fundament zu bieten und Werbung für unsere Region zu machen, liegt uns sehr am Herzen. Das könnte gelungen sein.

 

Fast alle Teilnehmer auf einem Gruppenbild an der Loisach

 

Gute Stimmung auf dem Floß

 

 


Von Jupp Rapp - 03.04.2017

Unerwartetes Lob

Das hatten wir Weserflößer alle nicht erwartet, umso größer war die Freude.

 

Holger Weinert, ein Mann mit außergewöhnlich hohem Bekanntheitsgrad und ebenso hohem Sympathiekoeffizienten hat das Rentenalter erreicht. Sein Gesicht hat das Bild der Hessenschau des hr geprägt. Seine Adelsberichte und Landschaftsbeschreibungen gehören zum Profil des Senders. Als Besitzer eines kleinen Bootes liegen ihm die hessischen Flüsse besonders am Herzen.

Und so lernten wir uns kennen. Vor fünf Jahren kam er mit seinem Team für die mehrteiligen Flussgeschichten für einige Tage an die Weser. Die Weserflößer waren sofort zur Unterstützung bereit. Egal, ob am Fluss gedreht wurde, Personen in Szene gesetzt worden sind oder Kontakte geknüpft werden mussten. Es war eine höchst angenehme kameradschaftliche Zusammenarbeit, die uns allen in bester Erinnerung geblieben ist.

Sein Schritt ins Rentnerdasein ist innerhalb und außerhalb des Senders mit großer Aufmerksamkeit begleitet worden. So hat auch die HNA am 31. März 2017 auf vier Spalten ein Interview mit ihm gedruckt, über dessen Inhalt wir dann angenehm überrascht waren.

In der vorletzten Frage heißt es: „Sie haben Hessen viel bereist. Gibt es eine Gegend, die Sie besonders schätzen?
 

Seine Antwort war klar und deutlich: „Zwei Flüsse: die Weser, mit den wunderbaren Flößern und schönen Orten wie Vaake und Veckerhagen. Das ist eine Urlandschaft, wo man noch Jahrhunderte spürt. Wie die Fähre übersetzt, hat etwas Beruhigendes.“


Diese Aussage einer neutralen Persönlichkeit sollten wir beachten. Holger Weinert macht uns auf das Kapital unserer Oberweser aufmerksam. Diesen Ball sollten wir aufnehmen und nutzen. Wir brauchen uns mit dem, was wir zu bieten haben, nicht zu verstecken.

Holger Weinert, herzlichen Dank!

 

 

 

 

Abschied auf der Weserfähre am 20. Mai 2012

 

Interview mit den Weserflößern und Bürgermeister Fred Dettmar im April 2012
 

Interview mit Eckhard Meyer an der Weserfähre im April 2012

 


Von Jupp Rapp - 22.03.2016

 Weserflößer Reinhardshagen sind nun e. V.
 

Die Weserflößer Reinhardshagen sind nun ein eingetragener Verein.

 

Seit mehr als 20 Jahren ist die Gruppe floßbegeisterter Männer aus Reinhardshagen und Gieselwerder dem Räderwerk des Vereinsrechts aus dem Weg gegangen. Auf der Basis echter Männerfreundschaft und gegenseitigen Vertrauens haben sie ihre vielseitigen Aktivitäten im Weserraum und an der österreichischen Drau organisiert.

 

Höhepunkte ihrer Arbeit waren die Weserflöße 2008 von Reinhardshagen nach Bremen und 2009 von Reinhardshagen nach Minden. Sie erzeugten bei diesen spektakulären Projekten ein gewaltiges Medienecho und lockten Zehntausende von Zuschauern an die Weser. Die Werbung für den Fluss und die Landschaft wirkt noch heute nach. Diese Floßfahrten waren nicht nur kräftezehrend und verlangten vollen Einsatz aller Flößer. Sie erforderten auch erhebliche finanzielle Bewegungen, die abseits des Vereinsrechts nur mit dem persönlichen Risiko der Flößer zu leisten waren.

 

Deshalb entschlossen sich nach langer Diskussion die Mitglieder dieses Freundeskreises zur Gründung eines Vereins. Die erfolgte am 8. Januar 2016 in Vaake. 14 Personen waren anwesend und unterschrieben das Gründungsprotokoll und die Satzung. Als Vereinszweck ist die Aufarbeitung und Bewahrung des Flößerhandwerks im Sinne der Bedeutung als immaterielles Kulturerbe und die Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten im In- und Ausland genannt. Dazu zählt auch die Aufklärung über die Wechselwirkungen von Wasser, Wald, Holz, Landschaft und Sozialgeschichte sowie die Logistik der Flößerei mit ihrer Energiebilanz im Sinne praktizierter Nachhaltigkeit.

 

Bei den Vorstandswahlen wurden Eckhard Meyer zum ersten Vorsitzenden, Peter Klesper zum zweiten Vorsitzenden und Hans Bergmann zum Schatzmeister gekürt.

 

Die bürokratischen Hürden konnten zügig genommen werden. Das Registergericht trug den Verein Weserflößer Reinhardshagen e. V. in das Vereinsregister ein. Das Finanzamt bestätigte die Gemeinnützigkeit.


 


Von Jupp Rapp - 22.12.2015

Willi Waßmuth ist tot

Gieselwerder
. Willi Waßmuth ist tot. Der Mann, der in den letzten 45 Jahren der Flößerei an der Oberweser ein Gesicht gab und als populärster Flößer Deutschlands bezeichnet werden darf, ist im Alter von 95 Jahren verstorben.


Floßbau 2003 in Veckerhagen

Als Sohn eines Waldarbeiters wuchs er in Gieselwerder auf und wurde von der Landschaft der Oberweser geprägt. Er war Inhaber eines der letzten Weserschifferpatente für Floßführer. Es galt von Hann. Münden bis Minden. Er machte sich selbstständig und übte diesen Beruf von 1951 bis 1959 aus. Vorher und hinterher arbeitete er im Gartenbau. Ab 1983 war er Vorarbeiter auf dem Bauhof der Gemeinde Oberweser.

Die Flößerei, die als Gewerbe 1964 auf der Weser beendet wurde, ließ ihn aber nicht los. 1971 wurde ein Nostalgie- und Werbefloß am Tivoli in Hann. Münden eingebunden. Er und die erfahrenen Floßführer Gustav Waldeck und Karl Meyer waren zur Stelle und lenkten die 120 Festmeter Fichtenholz nach Lübbecke. Das Medienecho soll riesengroß gewesen sein.

1976 erwartete ihn die nächste Herausforderung. Theodor Fontanes Novelle „Grete Minde“ wurde an Werra und Weser verfilmt. Für die Floßszenen, die eine wichtige Rolle darstellten, hatte sich Willi Waßmuth zur Verfügung gestellt. Er war begeistert bei der Sache.

1992 ging es weiter. An der Mündung der Werre in die Weser bei Bad Oeynhausen sollte ein Flößerdenkmal eingeweiht werden. Ein Floß mit den Ausmaßen 47 x 7 Meter wurde in Veckerhagen eingebunden und  zur Einweihungsfeier auf die Reise geschickt. Es wurde von 20.000 Menschen erwartet. Willi war der Dreh- und Angelpunkt des Projekts.

2002 rückte er dann selbst ganz in den Mittelpunkt. Der NDR plante einen Flößerfilm. Unter dem Titel „Willi´s letzte Floßfahrt“ entstand ein stimmungsvoller, sehr persönlicher Beitrag, der in sämtlichen ARD-Anstalten mehrfach wiederholt wurde. Im Juni 2003 startete dieses Floß in Veckerhagen. Zielort war Bodenwerder.


Floßbau 2003 in Veckerhagen

Bei diesem Floßprojekt standen Willi die Weserflößer Reinhardshagen zur Seite. Auf diese Gruppe aus unterschiedlichsten Berufen sprang dann der Funke über. Das führte zu den Floßprojekten 2008 von Veckerhagen nach Bremen und 2009 von Veckerhagen nach Minden.

Alles andere als kamerascheu hat Willi Waßmuth sehr viel für unsere Region getan. Er kam bei den Leuten an, wusste viel zu erzählen und wurde verstanden. Er war ein exzellenter Werbeträger. Ihn bei seinen Projekten begleiten zu können war eine Freude. Ihn als Freund bezeichnen zu dürfen war eine Ehre. Dass es gelang, die Flößerei als immaterielles Kulturerbe anerkannt zu bekommen, ist Leuten mit seiner Einsatzbereitschaft zu verdanken. Die jeweils „letzten Weserflöße“ wurde zu einem attraktiven Blick in die Kultur- und Sozialgeschichte entlang der Oberweser, in eine uralte Handwerkskunst, in die fundamentale Bedeutung des Rohstoffes Holz und in die Psyche der echten Typen, die das alles verkörpert haben.


Floßfahrt 2003

Fotos: Archiv Weserflößer Reinhardshagen
 


Von Jupp Rapp - 14.12.2014

„Flößerei“  im bundesweiten Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission

Anerkennung für die Arbeit von Flößern und Floßvereinen
 

In einer Pressemitteilung am 12. Dezember 2014 gaben die aktuelle Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Nordrhein-Westfalens Schulministerin Sylvia Löhrmann, und die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, die Aufnahme der „Flößerei“ in das „Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission“ bekannt.


Kultusministerkonferenz und Staatsministerium waren mit dieser Aufnahme der Empfehlung eines unabhängigen Expertenkomitees gefolgt. Die „Flößerei“ ist laut Schreiben der Deutschen UNESCO-Kommission anerkannt als „gesellschaftliche und regionale Wissenstradition, die über praktische wie theoretische Erfahrungen vermittelt wird, ländliche mit städtischen Wirtschaftsbereichen verbindet und durch touristische wie freizeitliche Betätigungs- und Erlebnisformen lebendig gehalten wird“.

 

Nachdem im Jahr 2013 die Bundesrepublik Deutschland dem 2003 von der Generalkonferenz der UNESCO beschlossenen Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes   beigetreten war, ist gemäß der mit dem Beitritt eingegangen Verpflichtung das „Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes“  erstellt worden.

 

Auf dem Deutschen Flößertag 2013 im brandenburgischen Lychen beschlossen die Mitglieder der Deutschen Flößerei-Vereinigung sich in dem von Mai 2013 bis Dezember 2014 laufenden ersten Bewerbungs- und Aufnahmeverfahren einen Antrag auf Anerkennung der Flößerei als Kulturerbe zu stellen. Diesen Antrag reichte die Kulturbehörde des Landes Bremen, das Sitzland der Vereinigung ist, ein.

 

Aus der Vielzahl eingegangener Bewerbungen wählten die Bundesländer in einem ersten Schritt 83 Traditionen und Wissensformen aus und gaben diese zur Begutachtung an das Expertenkomitee bei der Deutschen UNESCO-Kommission weiter. Nach eingehender  fachlicher Bewertung reichte diese Kommission eine Liste an die Auftraggeber zurück, die schließlich mit 27 aufgenommenen Kulturformen den Kommissionsempfehlungen folgte.

 

Diesen Kulturformen, darunter der Flößerei, bescheinigte die Staatsministerin, dass sie „Ausdruck der kulturellen Vielfalt in Deutschland“ seien. Nach ihren Worten gehören so auch die Mitglieder der Deutschen Flößerei-Vereinigung, die vielen aktiven Flößer in den Floßvereinen, Flößervereinigungen und –zünften vor Ort zu denjenigen, die dazu beitragen, „dass gelebte Traditionen, die das Selbstverständnis der Kulturnation Deutschland prägen, erhalten, fortgeführt und weiterentwickelt werden“. Sie machen die allgemeine Bedeutung  der Flößerei in Vergangenheit und Gegenwart einer breiten Öffentlichkeit bekannt.

 

 


Von Jupp Rapp - 25.06.2013

Hessentagsfloß 2013 fiel ins Wasser

Der Plan der Männer aus Reinhardshagen und Oberweser, anlässlich des Hessentags und des Kasseler Stadtjubiläums ein Floß in den historischen Ausmaßen im Hessentagsgelände am Fuldaufer zu bauen und dann von dort bis nach Minden zu fahren, stieß überall auf begeisterte Zustimmung. Das Organisationskomitee des Hessentags war sofort zur Unterstützung bereit. Selbst der hessische Ministerpräsident zeigte großes Interesse.

Unter Zeitdruck gingen die Flößerfreunde ans Werk, nahmen Kontakte mit Institutionen, potenziellen Unterstützern und den Medien auf. Auf der Suche nach einem geeigneten Schirmherrn sprachen sie Wilfried Sauerland an. Seine Zusage motivierte die Mannschaft zusätzlich. Außerdem wurden zur personellen Verstärkung und zur Senkung des Durchschnittsalters vier weitere „Jungflößer“ in ihren Kreis aufgenommen.

Besonders wichtig war die Beschaffung des Fichtenstammholzes. Da hatte man mit Hessen-Forst und dem Forstamt Reinhardshagen sofort kräftige Unterstützung zur Seite. Im Schwarzen Loch lagen deshalb in kurzer Zeit rund 100 Festmeter besten Fichtenholzes auf dem Boden. Dafür möchten sich die Flößer an dieser Stelle besonders bedanken.

Wo soviel Licht ist, gibt es auch Schatten. Wie ein Donnerschlag traf sie die Meldung, dass die Kasseler Stadtschleuse wegen Baufälligkeit gesperrt und auf unbestimmte Zeit geschlossen werden muss. Da mit dieser Entscheidung der Weg von der Fuldaaue nach Norden unpassierbar wurde, musste gehandelt werden.

Nach langen Diskussionen entschloss man sich gerade noch rechtzeitig, das Projekt zu stoppen. Die Suche nach Alternativen zum Einbindeplatz unterhalb der Schleuse führten zu keinem Ergebnis. Das Fichtenholz musste wegen der Borkenkäfergefahr unbedingt geschält werden. Deshalb war man der Leitung des Forstamtes dankbar, dass sie diesen Posten dann anderweitig vermarktet hat.

Die schwierige Entscheidung stieß überall auf großes Verständnis. Die Entwicklung der letzten Wochen hat die Flößer bestätigt. Die Schleuse ist immer noch nicht instandgesetzt.

Es gab aber noch andere Betroffene. Überall auf dem Weg bis nach Minden hatten Städte, Gemeinden und Vereine sofort großes Interesse an einer Zusammenarbeit angemeldet.

Der Hessentag ging dann aber doch nicht ganz ohne die Weserflößer über die Bühne. Sie beschlossen, sich für den Hessentagsfestumzug anzumelden. Das ist nicht ganz so einfach. Um so mehr haben sie sich über die Zulassung gefreut. Sie machten sich ans Werk und gestalteten einen Motivwagen. Da kam es auf jedes Kilogramm an. Schließlich ist Holz ebenso schwer wie die Flößermannschaft. Aus echtem Nadelholz wurde ein Floßmodell gezimmert, das sofort von den Hessentagsgästen erkannt wurde. Die Schriftbanner, der Fahnenmast und die Flagge von Reinhardshagen machten unübersehbar Werbung für die Gemeinde, die Region Reinhardswald und das Wesertal.

Mehrere Stunden lang ging es dann im Floßtempo durch die Kasseler Straßen. Überall standen die Menschen dicht gedrängt entlang der Zugstrecke. Der Flößerwagen erhielt immer wieder Szenenapplaus.

Dazu passt dann auch, dass die Besatzung sich schnell entschloss, den bewährten „Wesertaler“ aus Erlenholz von der Floßfahrt 2008 an den Ministerpräsidenten zu überreichen. Das erledigten Bürgermeister Fred Dettmar, der von Beginn des Projekts an mit Rat und Tat beteiligt war und Flößer Eckhard Meyer.        

 

 


Von Eckhard Meyer - 12.05.2013

Vortrag und Exkursion zum Thema Flößerei im Weserraum
 
Flößerei nach 1964: "Mit den Flößen bergauf  oder reine Nostalgie?"
 
Auf der Weser ist länger als auf allen anderen deutschen Flüssen geflößt worden.
Die Bedeutung dieser Transporttechnik für Mitteleuropa ist hinreichend bekannt.
Im Weserraum sind die Erinnerungen an die Langholz-Flößerei immer noch sehr lebendig. Die Weserflößer haben durch die Floßfahrten 2003 von Reinhardshagen bis Bodenwerder, 2008 von Reinhardshagen bis Bremen und 2009 von Reinhardshagen bis Minden bundesweite mediale Aufmerksamkeit erregt. Die übergroße Resonanz in der Bevölkerung gab den Anstoß für eine weitere Floßfahrt, die 2013 anlässlich des Hessentages von Kassel über Fulda und Weser bis nach Minden führen soll. Die Saalveranstaltung führt in dieses Projekt ein.
 

So. 12.05.2013,  17:00 - 19:15,  gebührenfrei
Eckhard Meyer, Weserflößer Reinhardshagen
Reinhardshagen-Veckerhagen, Hotel Peter, Untere Weserstr. 2, Saal
 
 
www.vhs-region-kassel.de

 

 


Von Jupp Rapp - 24.03.2013

Weserflößer ziehen die Reißleine


In einer Krisensitzung am heutigen Sonntag haben die inzwischen 20 Weserflößer aus Reinhardshagen und Oberweser beschlossen, die Arbeiten für das Hessentagsfloß 2013 sofort zu stoppen. Sie hatten geplant, ein Floß aus Fichtenstämmen in den historischen Ausmaßen während des Hessentags in der Kasseler Fuldaaue zu bauen und dann von dort auf die lange Reise bis nach Minden zu schicken. Sie wollten dabei nicht nur die Technik des uralten Flößerhandwerks demonstrieren sondern auch die enge Bindung Kassels an die Fulda unterstreichen.

Die Resonanz auf dieses Projekt war mehr als positiv und motivierte die holz- und heimatverbundenen Männer, die bereits 2003, 2008 und 2009 erfolgreiche spektakuläre Floßfahrten sogar bis nach Bremen organisiert hatten, zusätzlich. Kommunen und Vereine entlang der Fahrstrecke hatten sofort Unterstützung signalisiert. In Kassel und Umgebung stießen sie auf eine Welle begeisterter Zustimmung.

So hatte nicht nur Hessen-Forst sondern dann auch die Forstverwaltungen von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen Unterstützung zugesichert. Das Floßholz selbst liegt bereits im Reinhardswald und muss nun eine andere Verwendung finden.

Warum haben sich die Männer von der Oberweser zu diesem Schritt entschlossen?

Es geht um die Kasseler Stadtschleuse. Wie ein Schock traf sie eine Pressemitteilung vom 18. März 2013 über den maroden Zustand der Kasseler Stadtschleuse. Und dadurch erfuhren sie auch, dass diese Schleuse vorläufig gesperrt sein würde. Die Dauer dieser Sperrung und eine Antwort auf die Frage, ob diese Schleuse überhaupt jemals wieder in Betrieb genommen werden wird, konnten sie dieser Meldung nicht entnehmen.

Da das Floß oberhalb dieser Schleuse gebaut werden sollte, war ihr Projekt fundamental von dieser Entscheidung betroffen.

Eine Woche intensivsten Verhandelns und der Suche nach Alternativen folgte. Niemand konnte garantieren, dass die Schleuse bis Mitte Juni wieder betriebsbereit ist. Darunter leiden ja bezüglich des Hessentags nicht nur die Flößer.

Einen geeigneten Bauplatz unterhalb der Schleuse fanden die „Späher“ der Weserflößer leider nicht. Und je weiter sie sich damit vom Aktivitätsraum des Hessentags entfernen, desto weniger können sie ihr eigentliches Anliegen umsetzen. Sie würden damit schon fast zu einer Konkurrenzveranstaltung werden und das war nun überhaupt nicht geplant.

Die Entscheidung ist den Teilnehmern dieser entscheidenden Sitzung nicht leicht gefallen. Sie hatten zum Teil schon ihre Urlaubsplanungen darauf eingestellt und von den schönen Stunden beim Bau und dann bei der Floßfahrt geträumt.

Deshalb gab es auch eine anregende Diskussion über andere Anlässe in nächster Zeit, zu denen man ein Floß bauen könne. Näheres dazu möchten sie aber noch nicht preisgeben.

Jedenfalls danken sie den zahlreichen Organisationen, Firmen, Behörden und Einzelpersonen herzlich, die ihnen Hilfe zugesichert hatten, die sie auch gern angenommen hätten.



ViSdPG.: Hermann-Josef Rapp, Leipziger Str. 15, 34359 Reinhardshagen,
            Telefon 05544-1011


 


Von Jupp Rapp - Im Januar 2013 

Weserflößer planen Hessentagsfloßfahrt 2013
 

Die Weserflößer Reinhardshagen planen nach den außergewöhnlichen Erfolgen der beiden Weserfloßfahrten von Reinhardshagen nach Bremen und von Reinhardshagen nach Minden in den Jahren 2008 und 2009 für den kommenden Sommer ein neues Floßprojekt.

Unter der Bezeichnung „Hessentagsfloß 2013“ soll es während des Hessentages am Fuldaufer in Kassel zusammengebaut werden. Am 22. Juni wird es ablegen und zur ersten der insgesamt zehn Etappen auf der Fulda und der Weser bis nach Minden ablegen.

Die Erinnerung an diese beiden früheren Floßfahrten ist nicht nur wegen der dabei entstandenen Fernsehbeiträge und Zeitungsberichte sondern auch wegen der unzähligen Gäste entlang des Flusses und an den Anhaltestellen bei zahlreichen Menschen erhalten geblieben. Die ständigen Fragen aus diesen Kreisen nach einer neuen Floßfahrt können jetzt also beantwortet werden.

Um fünf neue Floßfreunde verstärkt freuen sich die nun insgesamt 20 Weserflößer aus Reinhardshagen und Oberweser besonders, dass diese Floßfahrt in die Terminplanung des Hessentags eingebaut werden konnte und sich mit dem Startpunkt Kassel weitere wichtige Akzente bei der Themenstellung und Vermarktung des Vorhabens anbieten.

Allerdings müssen mit Rücksichtnahme auf die Schleusengröße der Fulda die Außenmaße des Floßes leicht reduziert werden. Deshalb wird es statt der historischen 100 Kubikmeter Holz auf rund 70 Kubikmeter Fichtenstammholz aus den Wäldern der Region beschränkt sein.

Standen im Jahr 2008 noch die „Schätze der Weser“ als Motto obenan, so wird es nach den Aussagen ihres Sprechers Eckhard Meyer in diesem Jahr den Flößern um den Slogan „Regional ist nicht egal“ gehen.

Damit werden die erfolgreichen Bemühungen des Standortmarketings in Nordhessen betont und Impulse für die zukunftssichere Entwicklung unseres Raums hervorgehoben.

Flößerei als uraltes, energieeffizientes, leistungsfähiges Transportverfahren, der Rohstoff Holz als unverzichtbare Grundlage für ein ganzes Zeitalter, die „Holzzeit“, und die sozial-kulturelle Entwicklung entlang der Flüsse unter dem Motto „Leben am und mit dem Fluss“ lassen sich am Beispiel der Flößerei gegenständlich vermitteln.
 
Schlagworte dieses Gedankenmodells sind:

•  Jubiläum „300 Jahre Prinzip der Nachhaltigkeit“ als Modell für die Lösung der Zukunftsprobleme weltweit

•  Kassel als Logistikstandort Nummer eins mitten in Deutschland

•  Kassel als attraktiver Wohnstandort im Grünen umgeben von herrlichen Wäldern

•  Die Welt der Brüder Grimm als Qualitätsbegriff in allen Erdteilen mit den wichtigen Elementen Wald und Wasser

•  Die Landschaft entlang von Fulda und Weser als Kapital für wertschöpfenden Tourismus

•  Lebensqualität auf den und entlang der Flüsse per Boot, Fahrrad oder vielleicht auch als Schwimmer

•  Die Lebensräume in den und entlang der Flüsse als Beitrag zur Verpflichtung zum Erhalt der Artenvielfalt

•  Die Weser als bedeutender Flößerfluss in ihrer Zukunft für die Weserschifffahrt

•  Und schließlich auch der ökologische Zustand von Werra und Weser am Beispiel der Salzeinleitung.

Auch zu dieser Floßfahrt wird eine umfangreiche, inhaltsreiche Broschüre erstellt, in der die Verzahnung von Kultur und Natur, von Wirtschaft und Regionalentwicklung sowie von kommunalen und geschichtlichen Besonderheiten dargestellt werden wird. Die Überschüsse dieses Heftes sind dringend nötig, um das Floßprojekt zu finanzieren, denn unter 20.000 Euro bekommt man ein solches Floß nicht ins Wasser.

ViSdPG.: Hermann-Josef Rapp, Leipziger Str. 15, 34359 Reinhardshagen,
            Telefon 05544-1011


Flyer zum Floßprojekt 2013


(Fotos von den Floßfahrten 2008 und 2009: - Archiv Weserflößer Reinhardshagen)
 
 


14.12.2012

Wallenfelser Resolution der Deutschen Flößerei-Vereinigung
 
Über Jahrhunderte hat die Flößerei eine herausragende Rolle für die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung in Deutschland gespielt. In vielen Regionen hat sie das Aussehen der Landschaft sowie die Lebensweisen der Menschen maßgeblich geformt. Daher ist davon die Rede, dass der Zeitraum vor der Industrialisierung ein „hölzernes Gepräge“ gehabt hat. Landesherrschaftliche Wasser- und Floßrechte regelten den Betrieb der Flößerei und schützten deren Rechte.

In der Gegenwart zeugen in den Flößereiregionen unterschiedliche Arten von Wasserbauwerken in der Landschaft und in Ortsbildern an den Floßgewässern von der Flößerei. Hierzu gehören Industriebauten wie Flussverbauungen, Wehre und Floßteiche ebenso wie Floßherrenhäuser. Sie haben die Kulturlandschaft entscheidend geformt.

Die Arbeit der Flößer gehört zur immateriellen Kultur. Diese halten Floßvereine mit Floßfahrten und Triftflößerei in der Gegenwart lebendig.

Beides, Denkmalpflege der dinglichen Zeugnisse und Pflege der Arbeitsweisen, bedingt sich gegenseitig. Durch die Verbindung von Wasserbauten und deren aktive Nutzung wird das alte Gewerbe der Flößerei für die Nachwelt festgehalten und erfahrbar gemacht.

1974 verabschiedete die EU eine Entschließung zu gemeinschaftlichen Aktionen zur „Bewahrung des Kulturerbes“. Im EU-Vertrag von 1993 wurden in Artikel 151 die „Maßnahmen zur Erhaltung und Erschließung des kulturellen Erbes“, die von der Gemeinschaft unterstützt werden, geregelt.

Zu diesem kulturellen Erbe gehört neben den Baudenkmälern als dinglichen Zeugnissen auch ausdrücklich das handwerkliche Erbe als immaterielles Kulturgut. Darauf hat u.a. auch noch einmal die Deutsche Wasserhistorische Gesellschaft in ihrer Weimarer Erklärung hingewiesen.

Diesen Forderungen folgt das UNESCO-Programm vom 17. Oktober 2003, das „Praktiken, Darbietungen, Kenntnisse und Fähigkeiten – sowie die damit verbundenen Instrumente, Objekte, Artefakte und Kulturräume -, die Gemeinschaften, Gruppen und ggf. Individuen als Bestandteil ihres Kulturerbes ansehen“ als schützenswert einstuft.

Die Deutsche Flößerei-Vereinigung als Dachverband der ihr angehörenden Floßvereine, Flößerzünfte und Kommunen fordert die Politikerinnen und Politiker in Bund, Ländern und Kommunen auf, sich in diesem Sinne entsprechend der rechtlichen Möglichkeiten für den Schutz des materiellen und immateriellen Kulturerbes der Flößerei einzusetzen.


Wallenfels, 14. September 2012
 
 

Flößer bei ihrer harten Arbeit                      (Fotos: Privat - Archiv Weserflößer Reinhardshagen)
 
 


Von Ralph Knöpfel - 09.05.2012

Reinhardshagen im HR Fernsehen

 

Im Frühjahr war der beliebte Fernsehmoderator Holger Weinert mit seinem Fernsehteam auf der Fulda von Kassel über Wilhelmshausen und der Oberweser über Reinhardshagen nach Bad Karlshafen unterwegs. 
In vier Teilen zeigt die unterhaltsame und teilweise abenteuerliche Reise eine ganz andere Sichtweise der verschiedenen Stationen auf dem Weg zum Ziel. 
Mit im Team ist auch die bekannte Fernsehmoderatorin Simone Kienast.


(Foto: R. Knöpfel)
 

Im Teil 3
spielt Reinhardshagen mit der Eisenhütte, dem Schloss, den Weserflößern und vielen anderen Dingen wohl eine Hauptrolle.

Sendetermine: HR Fernsehen jeweils Dienstags 21.00 Uhr
Teil 1 "Fuldapartie" am 12.06.2012
Teil 2 "Fuldapartie -
Das Schleusendesaster" am 19.06.2012
Teil 3 "Weserpartie -
Von Stromschnellen und Weserflößern" am 26.06.2012
Teil 4 "Weserpartie -
Die beinahe heile Welt am Strom" am 03.07.2012